Tod an der Riviera

Genua im September. Der deutsche Gerichtsmediziner Johann Sorbello könnte sein neues Leben in der malerischen Hafenstadt in vollen Zügen genießen, wenn da nicht diese Leiche auf seinem Seziertisch wäre: eine junge Frau, die soeben halb aufgefressen aus dem Piranha-Becken des Genueser Aquariums geborgen wurde. In ihrer Lunge findet Sorbello Olivenöl, was den ermittelnden Kommissar aber nicht weiter interessiert. Und dann ist da noch diese seltsame Zahnlücke, für die es keine Erklärung gibt. Weil ihn die Piranhaleiche an das Trauma seines eigenen Lebens erinnert, entscheidet sich Sorbello kurzerhand, eigene Nachforschungen anzustellen. Doch je mehr er über die Hintergründe herausfindet, desto verwirrender scheinen die Zusammenhänge. Welche Rolle spielt der Chef des Opfers, der mit gepanschtem Olivenöl Millionen verdient? Welches Geheimnis hütet dessen attraktive Tochter, die Sorbello immer mehr den Kopf verdreht? Und gibt es eine Verbindung nach Deutschland, wo einer Reihe weiterer Leichen ein Zahn herausgebrochen wurde? Die Recherchen führen schließlich in ein malerisches Bergdorf, in dem alle Spuren zusammenlaufen. Hier muss Sorbello erkennen, dass die Lösung des Rätsels mit einer grausamen Familiengeschichte zu tun hat. Die Suche nach dem Mörder wird zum Kampf auf Leben und Tod.

 

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Über den Autor

Ich muss zugeben: Mein Arbeitsplatz liegt nicht immer auf dieser Terrasse in den ligurischen Bergen. Aber hier macht mir das Schreiben am meisten Spaß. In meiner zweiten Heimat kann ich mich am besten hinein versetzen in die Schönheit der Landschaft und die bunte Vielfalt der Menschen, die hier leben. Wenn ich in Berlin (wo ich als Journalist und TV-Autor arbeite) an meinem Schreibtisch sitze, dann zehre ich von den Erinnerungen an die Wärme der Riviera, den Geschmack des milden Taggiasca-Olivenöls und die verrückten Gerüche aus Genuas Gassen. Mal duftet es nach einem orientalischen Basar, mal nach intensiv grünem Pesto oder frisch gebackener Farinata, dann aber auch nach Unrat und billigem Parfum. Genua ist eine quicklebendige Stadt, in der die Gegensätze direkt aufeinander treffen. Schicke Boutiquen, vor denen spärlich bekleidete Prostituierte flanieren. Hippe Galerien, deren Kunden sich nicht stören an den herumlungernden Drogendealern. Traditionsreiche Trattorien, in denen all diese Menschen zusammen kommen. Liguriens Hauptstadt ist aufregend, spektakulär und wunderschön. Wo also könnte man besser blutrünstige Morde und spannende Verfolgungsjagden inszenieren als im Labyrinth der Carruggi, den düsteren Gassen von Genua.